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Restaurierung/Voithofer

Altenmarkt im Yspertal

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Die Pfarrkirche Altenmarkt besteht aus einem gotischen Kernbau mit weitreichendem barocken Umbau und späteren Veränderungen. Bei einer Renovierungsphase in den 1960er Jahren wurde im Bereich des Chores ein  Rückbau auf einen vermeintlich mittelalterlichen Zustand durchgeführt – die vermauerten gotischen Fenster (barocker Gewölbeeinbau im Inneren) wurden wieder geöffnet, die Ecksteine an den Kanten des Chors freigelegt und steinsichtig belassen. Anschlüsse und Putzfehlstellen sind mit grobem Kalk/Zementmörtel neu ausgeführt worden. Das Langhaus ist fast vollständig neu verputzt worden. Die Fassadenflächen des „mittelalterlichen“ Chors wurden grau, jene des barocken Langhauses ockergelb mit weißen Gliederungen neu gefasst. Die vermutlich bereits stark geschädigte Sonnenuhr auf der S-Seite wurde massiv überarbeitet.

Nach der Befundung der gesamten Kirchenfassade (Befundung) wurde das Langhaus von einer Bau- und einer Malerfirma bearbeitet, die Restaurierung des Chors ist von Restaurierung/Voithofer durchgeführt worden. Das zugrunde liegende Konzept bestand aus der Wiederherstellung eines barocken Zustands der gesamten Kirche mit kleinteiligen Reparaturen und Neufassung nach Befund im Langhaus und der partiellen Neuausführung der barocken Fassade am Chor mit gleichzeitiger Beibehaltung der 1960 freigelegten gotischen Fenster mit Maßwerkfragmenten.

Die durchgeführten Maßnahmen im Überblick: Abnahme der letzten Fassung, Entfernung sämtlicher Putze von 1960, mehrmalige Festigung von mürber Altsubstanz mit dünner Kalkmilch, Schließen der Putzhaut entsprechend der barocken Oberfläche mit rieselputzartigen Nullflächen und Rahmengliederung an den Ecken sowie unterhalb des Traufgesimses, Entfernung der Zementverfugungen im Sockel, Neuverfugung mit Kalkmörtel mit geringem Trassitzusatz, Freskoneufassung der geputzten Bereiche nach Befund mit gebrochen weißer Kalktünche ohne farbliche Differenzierung, Konservierung der gotischen Fenster, einzelne Steinergänzungen und Neuverfugungen  und Traufgesims, Restaurierung der Sonnenuhr auf der S-Seite.
Durch die Ausbildung einer Kante des barocken Putzniveaus zu den gotischen Fenstergewänden hin ist die Unterscheidung der beiden Bauphasen möglich, ohne die optische Einheit der Fassade zu beeinträchtigen.

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